Essen für die Umwelt
Wie hängen unser Essen, die Umwelt und das Leben von Menschen in anderen Teilen der Welt zusammen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich im November 2025 die Kinder unserer 2. und 3. Klassen im Projekt „Essen für die Umwelt – Regional genießen, global verstehen“.
Das Projekt knüpfte an das im Frühjahr durchgeführte Vorhaben „Essen für die Umwelt – Aber wie?“ an und vertiefte die Themen Regionalität, Saisonalität und nachhaltige Ernährung – diesmal mit einem besonderen Blick auf den Herbst und seine Erntezeit.
Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Zu Beginn setzten sich die Kinder auf spielerische Weise mit den zentralen Inhalten auseinander: In Quizformaten, Bildergeschichten und an verschiedenen Lernstationen erforschten sie, was regionale Lebensmittel ausmacht, warum saisonales Essen sinnvoll ist und welche globalen Auswirkungen unsere Ernährungsweise haben kann. Schnell wurde deutlich: Essen ist mehr als nur Geschmack – es ist immer auch eine Entscheidung mit Folgen für Umwelt, Tiere und Menschen.
Unsere Schülerinnen und Schüler entdecken die Vielfalt regionaler Herbsternte: In den Gärtnereien ernten sie selbst Gemüse, lernen ökologische Anbaumethoden kennen und erleben, wo ihre Lebensmittel herkommen. Fotos: DPFA Görlitz
Einblick in die ökologische Landwirtschaft
Ein besonderer Höhepunkt waren die Besuche in zwei regionalen Gärtnereien. Die 3. Klasse war zu Gast bei La Microferme, während die 2. Klasse die Rainkost Obermühle besuchte. Dort konnten die Kinder selbst aktiv werden: Sie ernteten frisches Gemüse wie Salat, Radieschen, Möhren oder Kräuter und erhielten Einblicke in ökologische Anbaumethoden.
Dabei wurde auch der Unterschied zu importierten Lebensmitteln thematisiert – etwa in Bezug auf Transportwege, Energieverbrauch oder Futtermittelanbau. Die Kinder konnten so ganz konkret erleben, was „regional“ eigentlich bedeutet. Projektleiter Maxim Richter erklärt: „Wenn Kinder selbst ernten, kochen und verstehen, wo ihr Essen herkommt, wird Nachhaltigkeit ganz anders greifbar.“
Gemeinsam kochen und genießen
Zurück in der Schule wurde das geerntete Gemüse gemeinsam verarbeitet. Die 3. Klasse bereitete Nudeln mit Tomatensauce zu, in der das frische Herbstgemüse verarbeitet wurde, ergänzt durch einen knackigen Salat aus selbst geernteten Zutaten. In der 2. Klasse stand Ofengemüse – insbesondere Kartoffeln und Blumenkohl – mit selbstgemachten Dips auf dem Speiseplan. Auch hier durfte ein frischer Salat nicht fehlen.
Alle Gerichte waren bewusst rein pflanzlich gewählt. So konnten die Kinder erleben, dass eine pflanzenbasierte Ernährung nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch abwechslungsreich und genussvoll sein kann.
Nachhaltigkeit erfahren und weiterdenken
Das Projekt wurde von zwei Fachkräften begleitet: Johanna Hoffmann, Soziale Arbeit B.A., und Maxim Richter, Kindheitspädagoge B.A.. Es stieß bei den Kindern wie bereits das Vorgängerprojekt auf große Begeisterung. Neben dem Wissenszuwachs standen vor allem das gemeinsame Erleben, Ausprobieren und Reflektieren im Mittelpunkt.
Ziel war es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Empathie und Handlungsmöglichkeiten zu stärken. Die Kinder wurden ermutigt, ihr eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen und bewusste Entscheidungen zu treffen.
Gleichzeitig wurden die Impulse des Projekts in den Schulalltag eingebunden und können im Rahmen unseres FREIDAY-Bildungsformats weitergeführt werden. Die Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern trägt dazu bei, dass die Kinder auch langfristig einen Bezug zu ihrer Ernährung und zur Herkunft ihrer Lebensmittel entwickeln.
Vielen Dank für die Unterstützung des Projekts. Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken, mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.







