Überall Musik
Wie klingt eigentlich ein Regentropfen? Und kann man Musik auch „malen“? In unserem Projekt „Überall Musik“ sind Vorschulkinder gemeinsam mit Bogna von Woedtke genau diesen Fragen nachgegangen – mit offenen Ohren, viel Neugier und großer Freude am Ausprobieren.
Die Welt mit allen Sinnen entdeckt
Die Kinder im Vorschulalter tauchten Schritt für Schritt in die Welt der Klänge ein – nicht nur mit den Ohren, sondern mit all ihren Sinnen. Sie sahen, fühlten, rochen und erlebten ihre Umwelt neu. Bei kleinen Ausflügen wurden Geräusche plötzlich spannend: das Rascheln von Blättern, das Plätschern von Wasser oder das leise Knacken von Zweigen. Die Kinder hörten genau hin, beschrieben ihre Eindrücke und fanden eigene Worte für das, was sie wahrnahmen. Aus diesen Erlebnissen entstanden nach und nach kreative Ideen, die später in sogenannten „Musikbildern“ festgehalten wurden – kleine Klanggeschichten, die als Audioaufnahmen bewahrt wurden.
Musik entsteht überall
Schnell wurde klar: Musik ist überall. Die Kinder entdeckten, wie vielfältig Klänge entstehen können. Mit ihrer Stimme, ihren Händen und ganz alltäglichen Dingen begannen sie zu experimentieren. Gläser, Flaschen, Schalen oder Wasser wurden ebenso zu Instrumenten wie selbst gebastelte Trommeln und Regenmacher. Auch einfache Gegenstände aus dem Alltag fanden ihren Platz im musikalischen Spiel. Dabei wurde ausprobiert, gelacht, wiederholt und neu entdeckt. Ganz nebenbei entwickelten die Kinder ein Gefühl für Rhythmus und Klang – und erlebten, wie viel Freude gemeinsames Musizieren machen kann.
Mit offenen Ohren und viel Neugier entdecken die Kinder, dass Musik überall entstehen kann – in der Natur, im Alltag und in ihrer eigenen Fantasie. Fotos: Bogna von Woedtke
Kreativität fördern – mit Kopf, Herz und Hand
Das Projekt lebte davon, dass die Kinder selbst aktiv wurden. Sie malten zu Musik, tauschten sich aus und spielten miteinander. So entstanden nicht nur neue Ideen, sondern auch lebendige Bilder in ihren Köpfen. Beim Basteln eigener Instrumente und bei Rhythmusspielen konnten sie sich auch körperlich ausprobieren und ihre motorischen Fähigkeiten weiterentwickeln. Gleichzeitig entdeckten sie ihre eigene Stimme ganz neu – beim gemeinsamen Singen und in einfachen Übungen. Besonders das Zusammenspiel in der Gruppe war für viele ein prägendes Erlebnis: Musik wurde hier zu etwas Verbindendem. Auch ihr Wissen über Musik wuchs, zum Beispiel durch einen gemeinsamen Film, der neue Einblicke ermöglichte.
Ein Projekt mit bleibenden Spuren
Mit der Zeit entstand ein Gefühl von Gemeinschaft. Durch die respektvolle und zugewandte Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten sich die Kinder gut entfalten. Die Arbeit in kleineren Gruppen und die Verteilung des Projekts über mehrere Wochen halfen dabei, auf jedes Kind einzugehen. Im Laufe des kreativen Projekts konnten die Kinder ihre eigenen künstlerischen Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln. Sie lernten, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen, ihrer Fantasie Raum zu geben und eigene Ideen umzusetzen. Gleichzeitig wurden ihre motorischen Fähigkeiten gestärkt.
Ein besonderer Abschluss
Am Ende des Projekts durften die Kinder zeigen, was in ihnen steckt. Vor Schülerinnen und Schülern der DPFA-Grundschule präsentierten sie zwei Lieder und ein gemeinsames Instrumentenstück. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der neuen „Musikwand“. Sie ist im Außenbereich der Schule entstanden und kann nun dauerhaft von allen Kindern genutzt werden – ein sichtbares Zeichen dafür, was in diesem Projekt gewachsen ist. Auch die entstandenen Audioaufnahmen bleiben erhalten. In ihnen leben die „Musikbilder“ der Kinder weiter – kleine Klangwelten, die ihre Entdeckungen und Erlebnisse hörbar machen.







